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Es ist absolut dunkel hier. In den Raum dringt kein Teilchen Licht ein und auch keine Welle. Dieses verdammte weis in weis brennt mir meine Augen weg. Läßt sie förmlich in meinen Augenhöhlen verdampfen. Hier ist alles und Nichts. An jedem Ort, zu jedem Moment. 

Es war einmal ein König der gerne tanzte. Nur leider fand sich niemand, der diese Lust mit ihm teilte. So tanzte er ausschließlich mit sich selbst und lernte seine Bedürfnisse zu verachten.

Es kommt nicht darauf an wie er heißt, wie er oder andere ihn nennen. Sein Schwert ist alles worauf es ankommt. Und das braucht irgendetwas, dass es bewegt.

Ich suche mich mit meinen Händen in diesem Raum hindurch. Nach einer Tür, einem Spalt, irgendetwas und wenn es nur eine kleine Unebenheit in der Wand ist. Nur wenn ich diese finde, kann die Geschichte beginnen. Bis dahin ist zwar alles möglich, aber nichts davon prägt sich aus.

Wer kann denn schon mit Sicherheit sagen, warum Elefanten grau sind. Vielleicht sind es Beamte und sie verfügen nicht über die notwendige Fantasie für Farbe. Wer weiß, vielleicht brauchen sie es ja einfach nicht. Und ihre plumpen Füße reichen ihnen um damit auf der Erde zu stehen. Zumindest fliegen sie so nicht einfach davon, wohin sie ihre Gedanken tragen.

DIESE GANZE SCHEISSE ERGIBT DOCH ÜBERHAUPT KEINEN SINN HIER!!!

Muss es ja auch nicht. Von welchem Sinn sprichst Du, wenn Du Dich daran klammerst? So als ob dies irgendetwas ändern würde. Du bist jetzt hier an diesem Ort und nichts weiter.

Der tanzende König hatte einmal einen Hofnarren. Der hielt ihm immer einen Spiegel vors Gesicht. Doch irgendwann konnte er sein Spiegelbild nicht mehr ertragen und erschlug den Narren. Seitdem tanzt er, was sollte er auch ansonsten tun.

Dieses satte Geräusch, wenn die Tür des Wagens zufällt. Es kein Schmatz und auch kein Saug. Vielleicht ein Schmatzsaug, wenn es so etwas gäbe. Vielleicht ist es aber auch nur der Wächter des Neuwagengeruchs. Der diesen drinnen halten will, so lange wie es eben möglich ist.

Ich bin kein großer Künstler. Nur irgend so ein Typ, der gerade in seinem Bett liegt und schreibt. Diese ganze Welt um mich herum scheint mir alles, jedoch keinen Sinn zu ergeben. Also setzte ich mich an die Tastatur und gebe ihr einen. Aber einen den sie nicht dechiffrieren kann. Denn Auslösung bedeutet immer auch Leid. Wenn die Sicherheit entsteht, die einen davor bewahrt sich zu hinterfragen. Und die aus dem Nichts heraus Regel in den Raum wirft, denen sich alles andere unterzuordnen hat.

Morgen wird der Affe schon Ruhe geben. Man muß ihn nur so lange füttern, bis er einschläft. Dann wartet man, bis er wieder erwacht und füttert ihn weiter. Immer und immer weiter. Bis ans Ende aller Zeit.

Wozu sollte man sich eine Uhr anschaffen, wenn es gar keine Zeit gibt? Vielleicht um vorbereitet zu sein, falls sie kommen sollte. Wenn sie dann doch nicht kommt, hat man wenigstens ein Ticken. Ein gefrorenes Klack oder Klick, je nachdem wie diese Uhr entstanden ist. 

Der Raum ist jetzt plötzlich weg. Zwar ist er noch da, jedoch hat er sich in ein offenes Feld gewandelt. Und plötzlich kann ich alles ganz deutlich vor meinen Augen sehen. Jeden Sinn, jedes auch noch so kleine Ereignis. Ab hier kann alles endlich sein. Dafür das hier nichts ist. Das ist der Preis.

Ich denke oft an Dich, meine Liebe. Ich dachte immer mal wieder das ich Dich gefunden hätte. Das Du in dem jeweiligen Gegenüber stecken würdest. Aber es waren immer nur Bruchstücke von Dir, die mich an Dich erinnert haben. Nachdem mir dies bewußt geworden ist, gab ich die Suche auf. Da ich wusste, dass es nicht lohnt etwas zu suchen das ist. Warum sollte man auch suchen, was es schon gibt. 

Am großen Schwert klebt dieser Krieger. Er ist … er war … gerade löst er sich auf. Auch das Schwert bleibt nicht zurück. Oder tut es dies doch? Wer kann das schon sagen, wenn niemand hier ist, der es sehen könnte. Wenn niemand hier ist für den dies eine Rolle spielen könnte. Wenn niemand nirgendwo ist. Wenn das irgendwo, nirgendwo ist. Wenn nichts ist das ist. Wenn ist ist das ist. Wenn wenn wenn wenn. IST ist ist ist.

Plötzlich Stille. Auch wenn ich unentwegt vor mich hin raune. Was sind das hier nur für Zeichen an der Wand. Ist dies der erhoffte Anfang? Aber wenn es so wäre, dann wäre doch alles schon viel weiter. So wie es war, als dieser Raum um uns herum entstand. Der plötzlich da war, völlig ohne Grund und Anlaß. 

GERADE DESHALB IST ER DOCH GERADE GEKOMMEN. MAN EMPFÄNGT DOCH KEINEN BESUCHER WENN ES DA NIEMANDEN GIBT, DEN MAN BESUCHEN KÖNNTE. WARUM DU GEKOMMEN BIST? WAS SPIELT DAS DENN FÜR EINE ROLLE?

Jeder einzelne Atemzug ist plötzlich etwas ganz besonderes. Vorher ergaben sie alle nicht den geringsten Sinn. Vielleicht weil es zu viele von ihnen waren. Ob sich der Atem durch Überlagerung selbst auslöschen kann? Und was geschieht dann hinter der Wand? Die an der einen Stelle Löcher trägt und an der Anderen Schlitze?